Projekttag zum Thema „Drogen und Sucht“

Gerade erst in die zweite Schulwoche nach den großen Ferien gestartet, hatten wir, die Klasse 10a der Aktiv-Schule Berlstedt „An der Via Regia“, am 9. September 2014 unseren ersten Projekttag. Die Referentin Kathrin Schuchardt, die auch beim Projekt „Gelebte Demokratie“ im letzten Schuljahr mit dabei war, leitete uns dieses Mal durch das Thema Drogen und Sucht. Mitgebracht hatte sie den 30 Jahre alten Christian. Er war bereit, offen mit uns über das Thema zu sprechen und sich allen unserer Fragen zu stellen. Er selbst war vor langer Zeit einmal abhängig gewesen, hatte viel Erfahrung auf diesem Gebiet und kennt sich daher sehr gut aus.  Pünktlich zum normalen Unterrichtsbeginn stellten wir uns erst einmal einander vor, um uns besser kennenzulernen und eine lockere Atmosphäre zu schaffen.

 

Dann haben wir begonnen, spontan einige Beispiele von Drogen an der Tafel zu sammeln. So zum Beispiel auch LSD, Kokain, Stechapfel und ja, auch Schokolade war dabei.

Nun hatten wir die Gelegenheit mit Christian über Wirkung, Folgen und all das zu sprechen, was uns dazu interessiert. Einige von uns konnten damit schon etwas anfangen, andere hatten davon noch keine Ahnung. Daher war es gut, dass wir nun Fragen äußern konnten. Christian hat uns erklärt, dass die meisten Drogen innerhalb kürzester Zeit wirken. Bei vielen kann man sagen, wie gefährlich sie sind und wie schnell sie abhängig machen. Bei anderen wiederum treten Halluzinationen auf, die zwar wunderschön, aber auch sehr bösartig sein können. Das weiß man vorher nie so genau und für den, der vorher schlecht gelaunt war, wird die Zeit der Wirkung der Droge die Hölle. Man weiß auch nie genau, wie lange die Wirkung andauert, die Stoffe sind unberechenbar und teilweise für den Körper auch nicht mehr abbaubar.

Kathrin hatte für uns auch eine Power-Point-Präsentation vorbereitet, sodass wir die verschiedenen genannten Drogen auch mal sehen und uns das ein oder andere besser vorstellen konnten. Im Anschluss daran hat uns Christian seine Lebensgeschichte erzählt. Alles, was er mit Drogen für Erfahrungen gemacht hat, was ihm passiert ist und vor allem auch wie er dann aus der Abhängigkeit entfliehen konnte. Für alle von uns war das wohl das Interessanteste am ganzen Tag und für viele von uns in gewisser Weise auch sehr abschreckend. Für den einen mehr, für den anderen weniger.

Ich denke aber,  wir alle haben mächtig viel dazu gelernt und jeder von uns wird in Zukunft zweimal überlegen, was er sich und seinem Körper damit antut. Der Tag war sehr informativ, lehrreich, interessant und auf jeden Fall eine gewisse Spur abschreckend.

Vielen Dank an dieser Stelle an Christian, der uns so offen gegenüber getreten ist und auch an Kathrin, die uns diesen Tag organisiert hat.

Ein Dankeschön geht auch an den Schulförderverein der Regelschule Berlstedt e. V., der diesen Projekttag organisiert und finanziert hat.

Claudia Reichmuth   Klasse 10a